Land plant stichprobenartige Corona-Tests in Pflegeheimen

Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen

Um die Corona-Pandemie weiter einzudämmen, sollen stichprobenartige Untersuchungen in Schulen und Kitas sowie in Pflegeeinrichtungen erfolgen. Das hat das Kabinett am 9. Juni beschlossen. Das Land wird dafür fünf Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das Virus sei nicht verschwunden und es gebe nach wie vor keinen Impfstoff, sagte Gesundheits- und Familienminister Dr. Heiner Garg. Die Test-Strategie sei ein Bestandteil der begleitenden Maßnahmen des Gesundheitsschutzes während der Corona Pandemie.

In mehreren Pflegeeinrichtungen seien Ausbruchsgeschehen aufgetreten, bei denen überwiegend von einem Virus-Eintrag durch Personal auszugehen war, heißt es in einer Meldung des Regierungssprechers. Vor diesem Hintergrund wurde ein Pilotprojekt zum präventiven, regelmäßigen Screening von Personal in Pflegeheimen begonnen. In zwei Pflegeheimen in unterschiedlichen Kreisen mit jeweils hoher und niedriger Inzidenz werde das Personal einmal wöchentlich untersucht. Auf Basis der aus dem Pilotprojekt gewonnenen Erkenntnisse soll das Testkonzept für Schleswig-Holstein diesbezüglich weiterentwickelt werden.

Der SPD gehen diese Maßnahmen nicht weit genug. Pflegepersonal, medizinische Fachkräfte, aber auch weitere Beschäftigte seien durch ihren engen Kontakt mit vielen Menschen einem deutlich höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt, so Birte Pauls, stellvertretende Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der SPD. Der Ausbau der Testkapazitäten sei von großer Bedeutung für eine weiterhin erfolgreiche Eindämmung der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein. „Stichprobenartige Corona-Tests, wie sie von der Landesregierung geplant sind, reichen jedoch nicht aus!“, betonte Pauls. „Es muss in diesen Bereichen regelmäßig und konsequent durchgetestet werden.“ Die Landesregierung müsse jetzt alle notwendigen Schutzvorkehrungen treffen, um das Risiko einer zweiten Infektionswelle zu minimieren.

Foto: Daniel Roberts auf Pixabay

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