Reihentests in der Pflege jetzt auch ohne COVID-19-Fall möglich

Reihentests in der Pflege

Zukünftig können deutlich mehr Tests auf Corona durchgeführt werden – auch wenn noch keine Symptome auf eine Infektion hindeuten. Das ermöglicht die Testverordnung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, die rückwirkend zum 14. Mai in Kraft getreten ist. Auch umfassende Tests in Pflegeheimen, Schulen oder Kindertagesstätten sind künftig möglich. In Pflegeheimen und Pflegediensten können diese auch unabhängig von aufgetretenen COVID-19-Fällen durchgeführt werden. In Schulen oder Kindertagesstätten sind Reihentests möglich, wenn dort ein Infektionsfall aufgetreten ist. Bezahlt werden die Tests von den gesetzlichen Krankenkassen.

Der Deutsche Pflegerat (DPR) unterstützt umfangreiche Testungen in der Pflege. „Wir müssen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern, dass es zu Ansteckungen bei den von der Profession Pflege versorgten Patienten und Pflegebedürftigen kommt“, sagte dazu DPR-Präsident Franz Wagner in einer Pressemitteilung vom 11. Juni. 60 Prozent aller Verstorbenen seien laut einer Befragung der Universität Bremen von Pflegeheimen oder Pflegediensten betreute Menschen gewesen; dabei betrage deren Anteil an allen infizierten Personen nur 8,5 Prozent. „Allein das zeigt die wesentliche Bedeutung einer umfassenden, regelmäßigen und präventiven Testung im Bereich der Pflege.“ Dem Virus müsse jede Chance der Ausbreitung genommen werden.

Foto: Markus Distelrath auf Pixabay

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