Covid-19: Pflegende Angehörige sind belastet und überfordert

Covid-19: Pflegende Angehörige sind belastet

Die Covid-19-Pandemie stellt pflegende Angehörige vor große Herausforderungen. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin. 32 Prozent der pflegenden Angehörigen berichten, dass sich ihre Pflegesituation angesichts der Pandemie verschlechtert hat. 24 Prozent sind besorgt, die Pflege in der aktuellen Lage nicht mehr zu schaffen. 25 Prozent geben, an, dass sie die Situation mehr oder weniger überfordert. Eine Steigerung belastender Konflikte mit der pflegebedürftigen Person geben 24 Prozent an. Besonders belastend ist die Situation für Angehörige von Menschen mit Demenz. Für die Studie wurden bundesweit 1.000 pflegende Angehörige zwischen 40 und 85 Jahren in Deutschland befragt, die seit mindestens sechs Monaten regelmäßig eine pflegebedürftige Person über 60 Jahre versorgen.

Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gestaltet sich teilweise schwieriger. 40 Prozent der pflegenden Angehörigen sehen sich Mehrbelastungen ausgesetzt, da Dienstleistungen und Hilfestrukturen im nahen Wohnumfeld wegfallen. In 81 Prozent der Fälle konnten Tagespflegeeinrichtungen nicht mehr genutzt werden. In vielen Fällen hat auch die Unterstützung durch Nachbarn (43 Prozent), Freunde und Familienmitglieder (32 Prozent) oder den Hausarzt (30 Prozent) abgenommen oder aufgehört.

Eine Zusammenfassung der Studie und die vollständige Analyse finden Sie hier.

 

Foto: Gundula Vogel auf Pixabay

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