Landesprämie: Wer hat Anspruch? – Kammer reicht Empfehlungen ein

Landesprämie: Wer hat Anspruch?

Schleswig-Holstein ist eines der wenigen Bundesländer, die eine Corona-Prämie auch an Pflegepersonen in Kliniken zahlt. Doch welche Pflegenden sind genau anspruchsberechtigt? Diese Frage ist noch nicht abschließend geklärt. Das Land gab dazu an, die Anspruchsberechtigung aller Pflegenden, auch außerhalb des Klinikbetriebes, zu prüfen. Damit auch wirklich alle Pflegenden von der Prämie profitieren, hat die Pflegeberufekammer Anfang Juli Empfehlungen beim Sozialministerium eingereicht.

Grundlage dafür waren zahlreiche Hinweise von Kammermitgliedern, die sich mit Anfragen zur Landesprämie an die Pflegeberufekammer gewandt hatten. Die Kammer hat in Folge eine umfangreiche Auflistung aller Einsatzbereiche von Pflegenden zusammengestellt. Dazu gehören Pflegefachpersonen in Reha- und psychiatrischen Kliniken, SAPV-Teams, Dialysepraxen und weiteren Bereichen, die weder eindeutig dem SGB XI- noch Klinikbereich zuzuordnen sind.

In der Empfehlung der Pflegeberufekammer heißt es: „Auch sie stehen in regelmäßigem und unmittelbarem Kontakt mit Hochrisikopersonen oder bereits an Covid-19 erkrankten Patienten. Sie haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst an COVID-19 zu erkranken. Die besonderen Erschwernisse, die aus der Bestandslage und der Verwendung von Schutzkleidung und Besuchsverboten resultieren, gibt es auch in anderen Sektoren der Pflege.“

Der Sozialausschuss des Landtages hatte am 4. Juni den Stand zum Thema Landesprämie diskutiert. Neben der Aufstockung der Prämien für Beschäftigte in der Langzeitpflege sollen in Schleswig-Holstein auch Pflegende in Krankenhäusern einen Bonus von bis zu 1.500 Euro pro Vollzeitstelle bekommen (wir berichteten). Das Land stellt dafür 40 Millionen Euro bereit. Die Pflegeberufekammer hatte schon Anfang Mai appelliert, im Hinblick auf die Corona-Prämie alle Pflegefachpersonen gleich zu behandeln.

 

Foto: Gerd Altmann auf Pixabay

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