Pflegeberufekammer plant neue Weiterbildung in Pädiatrie

Neue Weiterbildung in Pädiatrie

Um auch künftig eine sichere Versorgung von Kindern und ihren Familien zu gewährleisten, plant die Pflegeberufekammer eine eigene Fachweiterbildung für Pädiatrie, ähnlich der Weiterbildung für Intensiv- und Anästhesiepflege oder der Onkologie. An der Entwicklung dieser Weiterbildung sind sowohl der Ausschuss für Bildung als auch die AG Kinderkrankenpflege beteiligt. „Durch die neue generalistische Ausbildung ist die bisher eigenständige Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflege entfallen“, sagt Brigitte Kaack, Vorstandsmitglied der Pflegeberufekammer und selbst Kinderkrankenschwester. „Es ist zwar möglich, einen Vertiefungsschwerpunkt für Kinderkrankenpflege zu wählen, jedoch bieten die Einrichtungen in Schleswig-Holstein diesen nicht an.“ Der Grund: Für die Schulen wäre der Aufwand immens, für eine sehr kleine Gruppe Interessierter einen eigenen Schwerpunkt anzubieten.

Für die Kliniken wird es in Zukunft somit zunehmend schwieriger werden, die Kinderstationen mit qualifiziertem Pflegepersonal zu besetzen. „Dabei mangelt es schon jetzt an Gesundheits- und Kinderkrankenpflegepersonal, sodass Betten teilweise nicht belegt werden können“, berichtet Kaack. „Die generalistisch ausgebildeten, breit aufgestellten Pflegenden werden diese Lücke nicht schließen: Denn Kinder brauchen eine andere Pflege als Erwachsene; sie haben andere Krankheitsbilder und andere pflegerische Bedarfe.“ Hinzu komme, dass in Kinderkliniken ein breites Wissen aller Disziplinen erforderlich sei, da oft alle Krankheitsbilder auf einer Station zusammentreffen – von der Chirurgie über die Kardiologie bis zur Urologie.

Eine eigene Fachweiterbildung in Pädiatrie könne diese Lücke schließen. Um die zu vermittelnden Kompetenzen und Qualifikationen für die neue Weiterbildung genau zu erheben, führen der Ausschuss für Bildung und die AG Kinderkrankenpflege und gerade eine Berufsfeldanalyse durch. Hier sollen mehr als 20 Interviews mit Berufsanfängern, erfahrenen Pflegenden und Leitungskräften aus der Kinderkrankenpflege geführt und fundiert ausgewertet werden.

 

Foto: Pixabay

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