SH-Landtag: Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche

Am Mittwoch, 23. September beriet der schleswig-holsteinische Landtag zwei Anträge zur Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen. Der Antrag der SPD (Drucksache 19/2325) enthielt als letzten Punkt noch einen Passus zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses:

Der Schleswig-Holsteinische Landtag fordert daher die Landesregierung auf,

  1. eine flächendeckende ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen verstärkt sicherzustellen;
  2. im Bundesrat und auf Bundesebene die Umstellung der Finanzierung im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin weg von den Fallpauschalen hin zu einer sachgerechten und auskömmlichen Finanzierung zu unterstützen sowie
  3. sich intensiv für den Fachkräftenachwuchs im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin in Schleswig-Holstein zusammen mit allen beteiligten Akteuren einzusetzen und den Fachkräftebedarf langfristig zu sichern.

Der Alternativantrag der Jamaika-Koalition (Drucksache 19/2365 neu) lässt diesen Punkt vermissen. In den Reden ging dieser Punkt bei den meisten Abgeordneten deshalb auch unter – sie konzentrierten sich auf die Finanzierungstrukturen. Beide Anträge wurden an den Gesundheits- und Sozialausschuss überwiesen.

Gerade der dritte Punkt ist aus Sicht der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein prioritär. Die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein wird das Thema Fachkräfte in der Kinder- und Jugendkrankenpflege in der nächsten Zeit intensiver bearbeiten und konkrete Maßnahmen vorschlagen.

Auszüge aus den Redetexten der Landtagsabgeordneten:

Bernd Heinemann, SPD

Für die Sicherstellung der Versorgung brauchen wir aber dann auch das Fachpersonal. Bis 2030 werden ein Drittel der Kinderärzte in Schleswig-Holstein in Rente gehen. Wir brauchen Nachwuchs. Und nicht nur bei den Ärzten. Stationäre Betten werden geschlossen, weil die Pflegestellen nicht besetzt sind. Schon jetzt müssen auch bei uns im Land Kinderkliniken immer wieder Patienten deshalb abweisen. Wir müssen uns also intensiv um den Fachkräftenachwuchs im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin in Schleswig-Holstein kümmern. (Link auf Redetext)

Eka von Kalben, Bündnis90/ Die Grünen

Nur gemeinsam können die zuständigen Akteur*innen in Schleswig-Holstein eine bedarfsgerechte, ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen ausbauen. Die Landesregierung allein kann das nicht. (Link auf Redetext)

Hans Hinrich Neve, CDU

Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen stärken Die Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen steht bei Jamaika und besonders bei unserem Minister ganz oben auf der Agenda. (Link auf Redetext)

Dennys Bornhöft, FDP

Alle Eltern in diesem Land können sich glücklich schätzen, in Schleswig-Holstein zu wohnen, denn hier ist die Situation noch deutlich besser als in anderen Teilen der Bundesrepublik.

Die Pädiatrie, also die Kindermedizin, ist sogar für das ohnehin schon finanzintensive Gesundheitswesen ein eher ‚kostspieliger‘ Bereich. (Link auf Redetext)

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