Sprachleitfaden „Demenz“ soll Verständnis und Respekt fördern

Sprachleitfaden Demenz

Dement, senil, verkalkt – im öffentlichen Sprachgebrauch ist im Zusammenhang mit Demenz noch zu oft eine abwertende Sprache zu beobachten. Dabei ist eine angemessene Sprache ganz wesentlich, wenn wir über Menschen mit einer Demenzerkrankung oder auch mit ihnen sprechen. Sprache soll nicht stigmatisieren, sondern das Verständnis, die Inklusion und die Teilhabe der Betroffenen fördern. Um diesem Ziel näher zu kommen, haben die deutschsprachigen Alzheimer- und Demenz-Organisationen (DADO) im September 2020 den Sprachleitfaden „Demenz“ veröffentlicht. Dieser wendet sich an professionell Beschäftigte im Gesundheitswesen, Medienschaffende, die Politik sowie die allgemeine Öffentlichkeit.

„Unsere Haltung zu einem Leben mit Demenz ist geprägt von Wertschätzung und Respekt. Sie sollte sich auch in unserer Sprache widerspiegeln“, sagt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG). „Die Worte, die wir wählen, beeinflussen Menschen mit Demenz und ihr soziales Umfeld sowie die gesamte Öffentlichkeit ganz entscheidend. Sie wirken auf die Stimmung, das Selbstwertgefühl und andere Gefühle wie Freude oder Niedergeschlagenheit einer Person. Ebenso haben sie Einfluss darauf, was andere Menschen über Demenz denken.“

In dem 12-seitigen Sprachleitfaden werden hilfreiche Tipps gegeben, welche Wörter und Wendungen im Zusammenhang mit Demenz möglichst vermieden und welche bevorzugt werden sollten. An der Entwicklung des Sprachleitfadens waren auch Menschen mit Demenz beteiligt. Der Sprachleitfaden „Demenz“ kann kostenfrei auf der Website der DAlzG heruntergeladen werden.

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