Konzertierte Aktion Pflege – Drube: „Wir brauchen eine echte Pflegewende“

Die Konzertierten Aktion Pflege (KAP) hat am vergangenen Freitag ihren ersten Umsetzungsbericht vorgelegt und kommt zu einem positiven Zwischenergebnis: Schrittweise werden die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte verbessert. Es konnten bereits wichtige Maßnahmen für eine bessere Entlohnung, mehr Auszubildende und mehr Kolleginnen und Kollegen an der Seite der Pflegekräfte umgesetzt werden. Mit der KAP soll unter anderem bundesweit nach Tarif bezahlt, ein am Bedarf orientierter Personalschlüssel eingeführt, die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte beschleunigt und die Zahl der Auszubildenden und Ausbildungseinrichtungen gesteigert werden.

„Wir sind froh, dass es die Konzertierte Aktion Pflege gibt. Die Hoffnungen, die damit zusammenhängen, haben sich aber nicht erfüllt“, sagt Patricia Drube, Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein. „Wir brauchen einen großen Wurf, wir brauchen das Vertrauen der Pflegenden, dass sich die Pflegepolitik nachhaltig ändert – und das über diese Legislaturperiode hinaus. Dafür reichen einzelne Mosaiksteinchen nicht. Wir brauchen eine echte Pflegewende, damit die Pflegenden Mut fassen und bleiben. Und das sehen wir in den Zwischenergebnissen der KAP nicht aus.“

Zum Hintergrund: Die Konzertierte Aktion Pflege wurde im Juli 2018 vom Bundesgesundheits-, dem Bundesfamilien- und dem Bundesarbeitsministerium ins Leben gerufen, um gemeinsam mit Organisationen und Verbänden der Pflege den Arbeitsalltag von Pflegekräften spürbar zu verbessern. Auch die Landespflegekammern waren an der Aktion beteiligt. Die fünf zentralen Punkte der KAP sind: 1. Ausbildung und Qualifizierung, 2. Personalmanagement, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung, 3. Innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung, 4. Pflegekräfte aus dem Ausland, 5. Entlohnungsbedingungen in der Pflege.

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