BGW veröffentlicht Positionspapier zur Corona-Virus-Pandemie

Positionspapier zur Corona-Virus-Pandemie

Wie können Beschäftigte im Gesundheitswesen während der andauernden Pandemie gesund und sicher arbeiten? Wie lassen sich COVID-19-Infektionen des Personals vermeiden? Welche Unterstützung erhalten Betroffene, wenn sie sich dennoch im Rahmen ihrer beruflichen Arbeit infizieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein neues 7-seitiges Positionspapier der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) mit dem Titel: „SARS-CoV-2-Infektionen und COVID-19-Erkrankungen in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege“.

Das Ziel: Der Gesundheitsschutz derjenigen, die in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege tätig sind, muss auch in Zeiten der Pandemie gewahrt bleiben. Es komme nun ganz besonders darauf an, alles dafür zu tun, das Infektionsrisiko und die pandemiebedingten Arbeitsbelastungen so gering wie möglich zu halten. Die BGW betont in ihrem Positionspapier: „Epidemiologische Erkenntnisse zeigen: Prävention wirkt! Doch dazu muss sie gelebt werden.“

Darüber hinaus thematisiert die BGW in dem Positionspapier auch die Rehabilitation von Versicherten, die berufsbedingt an COVID-19 erkranken. Denn eine COVID-19-Erkrankung wird – sofern sie am Arbeitsplatz erworben ist – als Berufskrankheit anerkannt. Arbeitgeber*innen sind bei begründeten Verdachtsfällen verpflichtet, dies bei der gesetzlichen Unfallversicherung zu melden. Sofern dies nicht erfolgt, sollten Pflegende sich selbst bei der BGW melden.

In dem Positionspapier zählt die BGW zahlreiche Aspekte für gelingende Prävention auf, zum Beispiel:

  • Die Einrichtungen sind gefordert, ihre vielfach bereits bewährten Konzepte zur Umsetzung der betrieblichen SARS-CoV-2-Prävention für die Beschäftigten konsequent fortzuführen und dort, wo erforderlich, noch zu verbessern.
  • Alle verantwortlichen Institutionen sind aufgerufen, permanent zu beobachten, ob es Versorgungsengpässe gibt, und Entscheidungen zu treffen oder Empfehlungen auszusprechen, welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssen.
  • Alle in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Tätigen tragen eine hohe Verantwortung, auch im privaten Bereich besonders konsequent darauf zu achten, sich so gut wie möglich vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen.
  • Die in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Tätigen leisten einen außerordentlichen Beitrag zur Bewältigung der Pandemiefolgen. Es bedarf weiterhin größtmöglicher Anstrengungen aller Beteiligten, um Rahmenbedingungen aufrechtzuerhalten, die den Beschäftigten eine Fortführung ihrer wichtigen Tätigkeit ohne Gefährdung ihrer Gesundheit ermöglichen.

Die BGW kündigt an, weiterhin fortlaufend ihre Hilfestellungen für Mitgliedsbetriebe dem Bedarf und aktuellen Entwicklungen anzupassen sowie den Austausch über betriebliche Good-Practice-Beispiele zu unterstützen.

Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.

 

Foto: Unsplash

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