#pflegereserve bringt Einrichtungen und Helfende zusammen

#pflegereserve

Die Infektionszahlen bleiben hoch und immer wieder kommt es zu Corona-Ausbrüchen in Pflegeheimen. Die verbindliche Durchführung von Schnelltests soll die Sicherheit der zu pflegenden Menschen erhöhen. Einrichtungen benötigen dabei Unterstützung. Die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein hat deshalb in einer Pressemitteilung alle Pflegeeinrichtungen sowie pflegerisch und medizinisch vorgebildetes Personal aufgerufen, sich auf der Vermittlungsplattform #pflegereserve zu registrieren.

In den vergangenen Wochen ist es auch in Schleswig-Holstein vermehrt zu COVID-19-Ausbrüchen gekommen. „Wir müssen alles tun, um neue Infektionen in den Einrichtungen zu vermeiden und Bewohnerinnen und Bewohner bestmöglich zu schützen“, sagt Patricia Drube, Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein. Eine wichtige Rolle spielen dabei die neu eingeführten PoC-Antigen-Schnelltests, die nun für alle Einrichtungen – ambulant und stationär – verbindlich werden. Vorgesehen ist, dass alle Mitarbeitenden aus Pflege, Hauswirtschaft und Verwaltung von nun an 2-mal wöchentlich getestet werden. „Mit Schnelltests können Infektionen frühzeitig erkannt und Infektionsketten unterbunden werden. So können Menschen wirksam geschützt und damit Leben gerettet werden“, betont Drube.

Durchführung von Schnelltests: Einrichtungen brauchen dringend Unterstützung!

Allerdings kosten Schnelltests Zeit, und die Personalsituation in den Einrichtungen ist schon jetzt durch zusätzliche Hygienemaßnahmen und das Besuchsmanagement sehr angespannt. Die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein ruft deshalb alle Pflegeeinrichtungen sowie pflegerisch und medizinisch vorgebildetes Personal mit freien Kapazitäten auf, sich auf der Internetplattform #pflegereserve zu registrieren. „Die Plattform bringt freiwillige Pflegepersonen schnell und unbürokratisch mit Kliniken und Pflegeeinrichtungen zusammen“, erläutert Drube. Gerade in der jetzigen Situation brauchen die Pflegeheime dringend Unterstützung bei der Durchführung von Schnelltests.“

Gesucht werden Pflegefachpersonen, zum Beispiel examinierte Altenpfleger*innen, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*innen. Auch Pflegehelfer*innen, Studierende im Gesundheitsbereich, medizinisches Fachpersonal und medizinisch vorgebildete Personen können sich bei #pflegereserve registrieren lassen. Auch sollten sich alle Pflegeeinrichtungen registrieren lassen, um im Bedarfsfall schnell Hilfe anfordern zu können.

Rahmenbedingungen für die Unterstützer*innen

Für den befristeten Einsatz gibt es klare Rahmenbedingungen. Die Pflegenden werden grundsätzlich abhängig von ihrer Erfahrung und ihren aktuellen Möglichkeiten eingesetzt:

  • Die Pflegenden bekommen über die Plattform Angebote von Einrichtungen, über deren Annahme sie frei entscheiden können.
  • Die Dauer des Einsatzes, der Stundenumfang und die Arbeitszeiten sind frei bestimmbar.
  • Die Honorierung erfolgt in Absprache mit den Einrichtungen. Die Einrichtungen erhalten eine Refinanzierung bis zur Höhe von 9 Euro pro durchgeführtem Schnelltest.
  • Die Zusammenarbeit erfolgt auf einer vertraglichen Basis, in der die Rechte und die Pflichten der jeweiligen Parteien geklärt sind.
  • Die Unterstützer*innen werden durch geschultes Personal vor Ort in die Aufgabe eingeführt; ausreichend Schutzmaterialien werden gewährleistet.

Über die Durchführung von Schnelltests hinaus können Pflegefachpersonen auch für weitere Aufgaben eingesetzt werden, zum Beispiel wenn es zu einem Corona-Ausbruch gekommen ist. „Die Einrichtungen sind in der jetzigen Zeit dringend auf Unterstützung angewiesen. Freiwillige Pflegepersonen können hier eine unschätzbare Hilfe leisten und dazu beitragen, dass sich das Infektionsgeschehen gerade bei alten und pflegebedürftigen Menschen, die besonders gefährdet sind, nicht weiter ausbreitet“, betont Drube.

Registrierung auf #pflegereserve

Freiwillige Pflegepersonen und Pflegeeinrichtungen können sich auf www.pflegereserve.de registrieren. Fragen zur Vermittlungsplattform beantwortet auch die Pflegeberufekammer per Mail unter: pflegereferenten@pflegeberufekammer-sh.de.

 

Foto: #pflegereserve

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