Trotz Corona: Wie Besuche im Pflegeheim sicher ermöglicht werden

Besuche im Pflegeheim

Bewohner*innen sollen auch während einer Pandemie Besuche erhalten können, mit möglichst geringen Einschränkungen für sie und ihre Besucher – und trotzdem sicher geschützt vor einer Covid-19-Infektion. Das ist das Ziel der neuen Handreichung für Besuchskonzepte in stationären Einrichtungen der Langzeitpflege, die der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Anfang Dezember in Berlin vorgestellt haben.

Wichtige Eckpfeiler der 18-seitigen Handreichung sind die AHA + L-Regelungen (Abstand, Hygieneregeln, Alltagsmasken, Lüften), Schnelltests, vor allem bei erhöhter lokaler Inzidenz, und eine ausreichende Information der Besucher*innen, zum Beispiel über Flyer. Die Handreichung baut auf den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Erfahrung vieler Pflegeheime auf.

„Bewohnerinnen und Bewohner benötigen dringend Kontakt zu ihren Angehörigen, und Pflegeeinrichtungen brauchen mehr Sicherheit, wie sie den schmalen Grat zwischen Infektionsschutz und Lebensqualität hinbekommen können“, sagt Patricia Drube, Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein. „Von daher ist die Handreichung eine wichtige Hilfestellung und sehr zu begrüßen. Allerdings benötigen gerade die Pflegeheime, in denen es zu einem Corona-Ausbruch kommt, deutlich mehr Unterstützung als eine Handreichung. Viele Einrichtungsleiter stehen bei einem Ausbruch vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, ihre Mitarbeitenden nicht zu überfordern und gleichzeitig eine sichere Versorgung der zu betreuenden Menschen zu gewährleisten. Betroffene Pflegeeinrichtungen dürfen mit diesem Spagat nicht allein gelassen werden.“

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