Intensivpflege stärken – Zum Antrag der Regierungsfraktionen

Am Donnerstag, 28. Januar behandelt der Landtag den Antrag der Regierungsfraktionen: Kliniken und Intensivstationen nachhaltig stärken (Drucksache 19/2715)

Die PBKSH begrüßt die Initiative der Regierungsfraktionen, warnt aber vor zu hohen Erwartungen in der zeitlichen Umsetzung, denn:

  • Die Qualifizierung zu kompetenten Fachpflegern/-schwestern dauert mindestens fünf, in aller Regel eher sieben Jahre, somit ist eine angemessene, fachlich qualifizierte Besetzung auf Intensivstationen erst in einigen Jahren zu erwarten.
  • Um Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen, von Teilzeit auf Vollzeit aufzustocken, bedarf es einer zeitnahen, grundsätzlichen und nachhaltigen Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen, wie z.B. die Etablierung eines evidenzbasierten und verbindlichen Personalschlüssels.
  • Viele der im Antrag genannten Forderungen sind nur auf Bundesebene zu realisieren. Die Kammer bietet an, im Rahmen ihrer Mitgliedschaft in der Bundespflegekammer diese aktiv zu unterstützen.
  • Zur Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes von Pflegenden und damit auch zum Schutz der ihnen anvertrauten Patientinnen und Patienten regt die Kammer die Einrichtung einer Meldestelle an, bei der Verstöße und Patientengefährdungen angezeigt werden können. Auch hierbei bietet die PBKSH ihre Mitarbeit an.

Pressemitteilung

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