STIKO-Empfehlungen zur COVID-19-Impfung aktualisiert

STIKO-Empfehlungen zur COVID-19-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlungen zur COVID-19-Impfung am 8. Januar 2021 erstmalig aktualisiert. Aufgenommen wurde zum Beispiel der neue Impfstoff von Moderna. In der aktualisierten STIKO-Empfehlung heißt es: „Für die Impfung soll einer der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe verwendet werden. Eine begonnene Impfserie soll mit demselben Produkt abgeschlossen werden.“ Die beiden Impfstoffe werden hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit als gleichwertig beurteilt.

Auch sollen bei der Priorisierung innerhalb der COVID-19-Impfempfehlung nun Einzelfallentscheidungen möglich sein. Dies betrifft zum Beispiel Personen mit seltenen, schweren Vorerkrankungen, für die ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf angenommen werden kann, auch wenn bislang noch keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz dafür vorliegt. Es obliegt dabei denjenigen, die für die Impfung verantwortlich sind, bislang nicht explizit benannte Personen in die jeweilige Priorisierungskategorie einzuordnen.

Die aktualisierte Empfehlung trifft auch eine Aussage zur Gabe der 2. Impfstoffdosis. Diese soll innerhalb des durch die Zulassungsstudien abgedeckten Zeitraumes erfolgen. Das sind derzeit 42 Tage. Sollte der empfohlene Abstand zwischen der 1. und 2. Impfstoffdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie jedoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden.

Zur Anwendung der Impfstoffe in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen aktuell keine Daten vor, heißt es in den aktualisierten Empfehlungen. Die STIKO empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht. Eine akzidentelle, also zufällige Impfung in der Schwangerschaft sei jedoch keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. „Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung kann in Einzelfällen nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung angeboten werden. Die STIKO hält es für unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt“, heißt es in der Empfehlung.

Nach der Zulassung des ersten Impfstoffes Comirnaty der Firma BioNTech/Pfizer sind einzelne schwerwiegende, allergische Unverträglichkeitsreaktionen aufgetreten. Ein generell erhöhtes Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen für Personen mit vorbekannten allergischen Erkrankungen bei Impfung mit mRNA-Impfstoffen ist nach der derzeitigen Datenlage nicht anzunehmen, sofern keine Allergie gegen einen Inhaltsstoff der jeweiligen Vakzine (z. B. PEG) vorliegt. Zur weiteren Information wird auf die „Empfehlung zur Coronaimpfung für Allergikerinnen und Allergiker“ des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) verwiesen.

Die STIKO-Empfehlungen zur COVID-19-Impfung finden Sie hier.

 

Foto: torstensimon auf Pixabay

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