Auch nach Impfung: Warum AHA- und Hygieneregeln weiter wichtig sind

Warum AHA- und Hygieneregeln weiter wichtig sind

Vorerst keine Rückkehr zum Normalbetrieb: Auch in Pflegeheimen, in denen Bewohner*innen und das Personal schon weitgehend oder vollständig (2 Impfungen) geimpft wurden, sollen die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts weiterhin angewandt werden. Dazu gehören vor allem: Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz/FFP2-Masken bzw. weitere Schutzausrüstung, Desinfektion, Lüften und regelmäßiges Testen. Auch die gegenwärtigen Besuchskonzepte sollten weiter Bestand haben.

Begründet wird die Aufrechterhaltung der Schutzmaßnahmen so:

  1. In vielen Einrichtungen sind nicht alle Bewohner*innen geimpft.
  2. Auch ist nicht immer das gesamte Personal geimpft. Der Anteil des geimpften Personals ist meist geringer als der Anteil der geimpften Bewohner*innen.
  3. Noch ist unklar, ob geimpfte Personen das Virus weitergeben können.
  4. Die meisten Besucher*innen sind noch nicht geimpft.
  5. Noch weiß man nicht absolut sicher, ob die derzeit eingesetzten mRNA-Impfstoffe auch bei alten Menschen mit Vorerkrankungen sehr gut sind. Studien deuten bei dem Virustyp, der seit fast 12 Monaten in Deutschland anzutreffen ist, zwar darauf hin, noch ist das aber nicht sicher nachgewiesen.
  6. Es gibt verschiedene neue Virusvarianten, zum Beispiel aus England und Südafrika, für die noch nicht bekannt ist, ob die Impfung mit der gleichen Stärke einen Schutz bietet.

Daher ist es trotz Impfung wichtig, weiterhin diszipliniert die gängigen Schutzmaßnahmen beizubehalten – zumindest solange die Inzidenzraten noch hoch liegen und die Verbreitung der genannten Virusmutationen weiter Anlass zur Vorsicht gibt. Dies dient dem eigenen Schutz sowie dem Schutz anderer.

Hier finden Sie die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts „Prävention und Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen“.

 

Foto: Klaus Hausmann auf Pixabay

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