Die tragende Säule

Angelika Witjes-Hielen (69) hat drei Kinder und sieben Enkel. Seit ihre Enkel krank waren, weiß sie gute Pflege zu schätzen.

Von ihren eigenen Erfahrungen im Krankenhaus will die schmächtige, agile Frau nicht berichten. Wichtig sind ihr die guten Erfahrungen mit Pflege während zweier Aufenthalte ihrer Enkel in Kinderkliniken.

Ihr Enkel Bosse war zweieinhalb als er hohes Fieber bekam. Es war ein Grippewinter, doch bald war klar, da steckt mehr hinter. Aus einem Verdacht wurde schnell Gewissheit: Leukämie. Die ganze Familie stand im Schock- und Ausnahmezustand.

Verlegung in die Uni Essen – wegen der Grippe auf die Isolierstation. Die Mutter ist rund um die Uhr bei dem kleinen Jungen, der die Welt nicht mehr versteht und die Untersuchungen nur widerwillig erträgt. Angelikas Sohn, Jan, ist selbstständiger Tischler – er schafft es nur am Wochenende in die entfernte Klinik. Angelika versorgt die anderen Enkel und löst zwischendurch die Schwiegertochter am Bett von Bosse ab.

„Vom ersten Tag an war das Personal offen, freundlich und sehr zugewandt. Man macht sich kein Bild davon, was es heißt mit einem kleinen Kind die vielen Untersuchungen und Behandlungen durchzumachen. Allein die Rückenmarkspunktion…“

Wenig später setzt sie fort:

„Das Pflegepersonal war immer in der Nähe und ansprechbar. Ein Fels in der Brandung unserer Emotionen. Wenn ich mir vorstelle, das Personal wäre so gehetzt wie bei meinen Aufenthalten im Krankenhaus. Die Männer und Frauen in der Pflege waren in all den Wochen so unendlich wichtig – für Bosse, für meine Schwiegertochter und für meinen Sohn.“

Auch ihr Enkel Fiete – gerade sieben – hat seine Erfahrungen mit dem Krankenhaus machen müssen. Eigentlich wollte Angelika am Folgetag mit Tochter und zwei Enkeln auf die Fähre und in den Urlaub. Am Abend fing Fiete an sich zu erbrechen. Immer und immer wieder. Schnell ins Krankenhaus. „Er erbrach alle zwei Minuten, war körperlich am Ende und sah im Gesicht erschreckend fahl aus.“ Der diagnostizierte Noro-Virus durchkreuzte die Urlaubspläne.

„Auch hier war das Pflegeteam großartig. Sie waren da, wussten immer weiter und bemühten sich für die Kinder um gute Stimmung. Obwohl Fiete einige Tage gebraucht hat, körperlich sehr angegriffen war und er auf die Reise, auf die er sich so sehr gefreut hatte, verzichten musste, hat er sich am Ende sichtlich wohlgefühlt. So sehr, dass er zur Entlassung dem Pflegeteam ein Bild malte.“

 

 

„Pflege ist so unendlich wichtig. Als Mutter und Oma kann ich sagen, dass in beiden Fällen die Pflege die tragende Säule war. Deshalb unterstütze ich auch die Kampagne.“

 

Anm. Fiete und Bosse (jetzt fünf) geht es heute gut.

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