Corona: Schleswig-Holstein setzt auf Luca-App

Luca-App

Die schleswig-holsteinischen Gesundheitsämter planen den flächendeckenden Einsatz der „Luca-App“. Voraussichtlich schon in der Woche nach Ostern sollen alle Kreise und kreisfreien Städte angebunden sein, wie einem Schreiben des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages zu entnehmen ist. Je mehr Menschen mitmachen – sei es als Nutzer, als Betrieb, Kultureinrichtung, Sport- oder Veranstaltungsstätte oder als Ort, an dem Menschen zusammenkommen – umso größer sei der Effekt, heißt es in dem Schreiben. Die App stehe allen Einrichtungen kostenfrei zur Verfügung. Sie sei in der Bedienung selbsterklärend und mit wenig Aufwand zu nutzen.

Und so funktioniert die Luca-App: Der Anwender muss sich zunächst mit Namen, Kontaktdaten sowie einer Mobilfunknummer registrieren. Der weitere Einsatz basiert auf QR-Codes, die zum Beispiel Veranstalter von Konzerten, Restaurantbetreiber oder Privatpersonen generieren. Der Besucher scannt diesen Code beim Eintritt in ein Konzert oder Betreten eines Restaurants – statt der bisherigen handschriftlichen Version. Auch bei privaten Treffen können die Teilnehmenden ihre QR-Codes austauschen. Damit wird jeweils ein „Fingerabdruck“ (Check-In) des Besuchs erstellt und so kann später der Kontakt nachvollzogen und mögliche Infektionsketten ermittelt werden. Die gesammelten Daten werden verschlüsselt abgelegt. Ein Zugriff erfolgt nur im Infektionsfall und nur durch die Gesundheitsämter.

Ein Alleinstellungsmerkmal von Luca ist der sogenannte „Schlüsselanhänger“, der zu einem sehr günstigen Preis verfügbar sein soll (ca. 0,25 Euro). Dadurch wird der Einsatz auch ohne Smartphone und App ermöglicht. Wo und zu welchen Bedingungen die Schlüsselanhänger erhältlich sein werden, wird parallel zur Umsetzung in Schleswig-Holstein kurzfristig geklärt. Die Gründer von Luca sind hierzu z. B. in Gesprächen mit Einzelhandelsketten. Denkbar wäre auch eine Ausgabe über die Kommunen oder durch die Betreiber.

 

Foto: www.luca-app.de

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