„Beruflicher Wiedereinstieg in die Pflege“.

Der Personalnotstand ist uns Pflegenden und mittlerweile auch der Öffentlichkeit bekannt. In der Corona Krise wird dies nochmal umso deutlicher: Professionelle Pflege ist in unserer Gesellschaft nicht wegzudenken. Gut ausgebildete Pflegefachpersonen sind unverzichtbar. Deshalb ist jede Kollegin, jeder Kollege wichtig.

Wir haben das Projekt „Beruflicher Wiedereinstieg in die Pflege“ im Dezember 2019 initiiert, um ein Modellvorhaben zu entwickeln, dass Voraussetzungen und Maßnahmen schafft, damit ausgeschiedene Pflegefachpersonen in den Beruf zurückkehren und ihn lange und gesund ausüben können.

Die Befragung der Kammermitglieder im April/Mai 2020 stellte den Ausgangspunkt für das mehrjährige Projekt „beruflicher Wiedereinstieg in die Pflege“ dar. Ziel der Befragung war es, die Bedarfe von Pflegefachpersonen in Schleswig-Holstein zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erfassen und ihre Empfehlungen für einen Wiedereinstieg von aus dem Beruf ausgestiegenen Kolleg*innen aufzunehmen. Auch das Potential für die Erhöhung des Beschäftigungsumfangs von in Teilzeit beschäftigten Pflegefachpersonen war von hohem Interesse.

Für die Erstellung eines Fragebogens und die Umsetzung der Befragung konnte das Forschungsnetzwerk Gesundheit der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen gewonnen werden. In dieser Zusammenarbeit haben sich für die Pflegeberufekammer-SH zielführend die wissenschaftlichen Fachexpertisen zum Themenfeld Pflege, Gesundheitsförderung, Ethik und Pflegekammerwesen, politische Initiativen und Personalmanagement gebündelt.

 

In unserer Befragung sind wir davon ausgegangen, dass sich die Bedarfe von potenziellen Wiedereinsteiger*innen in großen Teilen mit den Bedarfen von aktuell aktiven Pflegefachpersonen decken.

Wir wollten deshalb genau wissen, wie es unseren Mitgliedern geht.

Mehr als 2.500 Pflegefachpersonen haben im März/April 2020 an unserer Online-Befragung zur Arbeitszufriedenheit und zum Berufsverbleib beteiligt. „Das ist eine tolle Resonanz, und wir danken allen Pflegenden, die an der Befragung teilgenommen haben“, sagt Kammerpräsidentin Patricia Drube.

Erste Teilergebnisse der Befragung wurden bereits in der Kammerversammlung am 14.08.20 vorgestellt.

Die hohe Beteiligungszahl an der Umfrage und die ausgeprägten und textintensiven Eingaben der integrierten Freifelder ließ erkennen, dass die Befragung von den Pflegefachpersonen als willkommene Chance zur Mitteilung genutzt wurde, um ihre Standpunkte der Öffentlichkeit darzulegen. Wir wollte wissen:

Wie nehmen Pflegefachpersonen ihre berufliche Situation wahr?

Welche Stellschrauben sehen sie selbst für attraktive Arbeitsbedingungen?

Dieser „Stimme der Pflegenden“ möchten wir den angemessenen Raum bieten und haben die abschließende Auswertung in Auftrag gegeben: Wir stellen Ihnen einen Auszug des Abschlussberichts mit zahlreichen Zitaten der teilnehmenden Pflegefachpersonen gerne bereit.

Im ausführlichen Abschlussbericht der wissenschaftlichen Studie „Berufsverbleib und Wiedereinstieg von Pflegefachpersonen in Schleswig-Holstein“ von dem Forschungsnetzwerk Gesundheit der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen können Sie auch gerne lesen.

Die Präsentation der Veröffentlichung der Studie zum Internationalen Tag der Pflegenden 2021 finden Sie hier

 

Anhand der Ergebnisse könnten nun Modellprojekte initiieren werden, um den Verbleib im Beruf und den beruflichen Wiedereinstieg in den Pflegefachberuf in Schleswig-Holstein erfolgreich zu etablieren. Gleichzeitig sollten sich politische Akteure alarmiert fühlen und Arbeitgeber sind gefordert, die Situation der aktuell Beschäftigten näher zu betrachten, um den drohenden Verlust vieler hochqualifizierten, erfahrenen, und neuerdings als systemrelevant eingestuften, Pflegefachpersonen in Schleswig-Holstein abzuwenden.

Das Antragsverfahren zum Folgeprojekt 2020-2023 ist seit Oktober 2020 vom zuständigen Ministerium ruhend gestellt.

 

Stephanie Wullf  |  wullf@pflegeberufekammer-sh.de
Projektleitung der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein

 

Sehen Sie sich die Präsentation zum Abschlussbericht an

 

 

Lesen Sie gerne den ganzen Abschlussbericht

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