Fragen zur Kammer

Auf dieser Seite finden Sie häufig gestellte Fragen zur Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein. Sie haben Ihr Anliegen nicht wiedergefunden? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an info@pflegeberufekammer-sh.de.

Informationen zu aktuellen Geschehnissen der Kammer finden Sie hier.

Was ist während des ersten Jahres der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein passiert? Das erfahren Sie im Jahresbericht 2018/19!

Mitgliedschaft

Wenn Sie die Berufsbezeichnung Altenpfleger*in, Gesundheits- und Krankenpfleger*in oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in oder eine vergleichbare Berufsbezeichnung führen dürfen und in Schleswig-Holstein in Ihrem Beruf arbeiten, sind Sie Mitglied der Pflegeberufekammer.

Wenn Sie eine Arbeit ausüben für die eine Berufserlaubnis in einem der drei Pflegefachberufe Einstellungsvoraussetzung ist, sind Sie Mitglied der Kammer. Auch sind Sie weiterhin Mitglied, sollten Sie in Ihrer Tätigkeit die berufsgruppenspezifischen Fachkenntnisse anwenden oder auch nur mitverwenden. Grundsätzlich wird in Grenzfällen immer der Einzelfall betrachtet.

Ja, nur durch Ihre Mitteilung erfährt die Pflegeberufekammer, dass Sie nicht mehr in der Pflege tätig sind. Füllen Sie dafür bitte den Abmeldebogen aus und senden Sie diesen mit einer Kopie Ihres Rentenbescheids an die Kammer. Den Abmeldemogen finden Sie hier.

Kammerbeitrag

Wenn Sie die Berufsbezeichnung Altenpfleger*in, Gesundheits- und Krankenpfleger*in oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in oder eine vergleichbare Berufsbezeichnung führen dürfen und in Schleswig-Holstein in Ihrem Beruf arbeiten, fällt der Kammerbeitrag für Sie an.

Wenn Sie eine Arbeit ausüben für die eine Berufserlaubnis in einem der drei Pflegefachberufe Einstellungsvoraussetzung ist, sind Sie beitragspflichtig. Der Kammerbeitrag fällt weiterhin für Sie an, sollten Sie in Ihrer Tätigkeit die berufsgruppenspezifischen Fachkenntnisse anwenden oder auch nur mitverwenden. Grundsätzlich wird in Grenzfällen immer der Einzelfall betrachtet.

Das wissen nur Sie, deshalb erhalten Sie in den nächsten Monaten einen Selbstauskunftsbogen per Post, mit dem Zweck, sich selbst der richtigen Beitragsklasse zuzuordnen. Erst auf Grundlage der ausgefüllten Selbsteinstufung mit entsprechenden Belegen über die Einkünfte (Kopie Lohnsteuerbescheinigung/Einkommensteuerbescheid) wird ein Beitragsbescheid verschickt.

Der Kammerbeitrag ist abhängig von den Bruttojahreseinkünften aus pflegerischer Tätigkeit abzüglich der Werbungskosten (pauschal sind das 1.000 €). Als Bemessungszeitraum wird immer das vorletzte  Jahr herangezogen (für 2019 ist dies also 2017). Ihre Bruttojahreseinkünfte entnehmen Sie Ihrer Lohnsteuerbescheinigung oder Ihrem Einkommensteuerbescheid. Das Ergebnis schlagen Sie in der Beitragstabelle nach und erhalten damit den zu zahlenden Kammerbeitrag.

Beispiel: 35.500 € Bruttojahreseinkommen – 1.000 € Werbungskosten = 34.500 €

-> Beitragsklasse 7 (119,00 € pro Jahr)

Die Einkünfte des aktuellen Jahres werden erst für die Berechnung des übernächsten Jahres, also 2021, herangezogen. Wenn der Kammerbeitrag Sie jedoch über die Gebühr belastet, können Sie einen Härtefallantrag stellen. In diesem erklären Sie Ihre Situation. Wenn der Antrag angenommen wird, erfolgt die Berechnung Ihres Kammerbeitrages anhand Ihrer aktuellen Einkünfte. Dabei handelt es sich immer um Einzelfallentscheidungen, weshalb sich keine genauen Kriterien festlegen lassen.

Der Kammerbeitrag wird ab dem 01. Januar 2019 erhoben. Für das Jahr 2018 fallen keine Kammerbeiträge an.

Sie haben zwei Möglichkeiten, Ihren Kammerbeitrag zu begleichen: entweder per Überweisung oder – für Sie bequemer – mit einem SEPA-Lastschriftmandat.

Elterngeld ist eine Entgeltersatzleistung und fließt nicht in die Berechnung der Bruttojahreseinkünfte ein und hat deshalb keinen Einfluss auf den Kammerbeitrag.

Kindergeld fließt nicht in die Berechnung der Bruttojahreseinkünfte ein und hat deshalb keinen Einfluss auf den Kammerbeitrag.

Rentenersatzleistungen fließen nicht in die Berechnung der Bruttojahreseinkünfte ein und haben deshalb keinen Einfluss auf den Kammerbeitrag.

Sofern Zeitzuschläge, Zulagen und Prämien nicht zu Ihrem steuerpflichtigen Bruttogehalt zählen, werden sie auch bei der Berechnung des Kammerbeitrages nicht herangezogen.

Ja, die Pflegeberufekammer kann nach Antrag und Darlegung einer persönlichen Härtefallsituation eine Minderung des individuellen Kammerbeitrages beschließen. Dabei handelt es sich jedoch immer um eine Einzelfallentscheidung.

Rechtliches

Nein. Sowohl für die Ausstellung als auch für den Entzug der Berufsurkunde ist in Schleswig- Holstein das Landesamt für soziale Dienste zuständig.

Pflegeberufekammer

Die Pflegeberufekammer ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts mit vom Land übertragenen hoheitlichen
Aufgaben. Sie vertritt die Pflegeberufe in der Gesellschaft und allen politischen Gremien, die den Beruf betreffen. Erstmals organisieren Pflegende den Pflegeberuf und die Art und Weise ihres Handelns selbständig bestimmt! Denn niemand kann das pflegerische Fachwissen und die Erfahrung aus der Praxis so vertreten, wie die Berufsgruppe selbst.

Zur Durchführung der gesetzlichen Selbstverwaltungsaufgaben der Kammer – im Ergebnis also auch für die Interessenvertretung von Pflegenden für Pflegende. Die Vertreter*innen der Kammerversammlung bringen sich jetzt direkt in politische Entscheidungsprozesse ein und bestimmen mit, wie eine „gute“ Pflege auszusehen hat. Dabei werden Sie unterstützt durch die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle.

Die Kammer nimmt hoheitliche Aufgaben des Staates wahr und erstellt eine einheitliche Berufsordnung und verbindliche ethische Regelungen für Pflegefachpersonen. Diese Richtlinien erarbeitet und  verabschiedet die Kammer eigenständig. Davon unberührt gestalten Gewerkschaften mit Vertreter*innen  der Arbeitgeber*innen weiterhin die Tarifverträge aus. Berufsverbände sind freiwillige Zusammenschlüsse von Berufsangehörigen, die nur den berufsfachlichen Anspruch Pflegender repräsentieren.

Eine erfolgreiche Pflegeberufekammer gibt es nur, wenn möglichst viele Mitglieder sich aktiv einbringen. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die Kammerversammlung ist das höchste Entscheidungsgremium, das ebenso wie der Vorstand alle fünf Jahre gewählt wird und die  richtungsweisenden Entscheidung trifft. Für die intensive Diskussion und Bearbeitung von Themen werden Fachausschüsse gebildet.