Fragen zur Kammer

Auf dieser Seite finden Sie häufig gestellte Fragen zur Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein. Sie haben Ihr Anliegen nicht wiedergefunden? Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail an info@pflegeberufekammer-sh.de.

Kammerbeitrag

a) Um Ihren Selbstauskunftsbogen auszufüllen, benötigen Sie Ihren Einkommensteuerbescheid oder, falls nicht vorhanden, Ihre Lohnsteuerbescheinigung. Gehen Sie einer oder mehreren geringfügigen Beschäftigungen nach, benötigen Sie die Gehaltsabrechnungen des letzten Beschäftigungsmonats 2017.

b) Dem jeweils verwendeten Dokument entnehmen Sie bitte Ihre Einkünfte aus pflegerischer Tätigkeit des Jahres 2017. Die Summe tragen Sie in das entsprechende Feld auf dem Formular zur Selbstauskunft ein.

c) Bitte unterschreiben Sie den Selbstauskunftsbogen eigenhändig.

d) Legen Sie diesem die gewählten Nachweise in Kopie bei.

e) Bitte senden Sie diese Dokumente per Post an: Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein Fabrikstraße 21, 24534 Neumünster

Wenn Sie die Berufsbezeichnung Altenpfleger*in, Gesundheits- und Krankenpfleger*in oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in oder eine vergleichbare Berufsbezeichnung führen dürfen und in Schleswig-Holstein in Ihrem Beruf arbeiten, fällt der Kammerbeitrag für Sie an.

Wenn Sie eine Arbeit ausüben für die eine Berufserlaubnis in einem der drei Pflegefachberufe Einstellungsvoraussetzung ist, sind Sie beitragspflichtig. Der Kammerbeitrag fällt weiterhin für Sie an, sollten Sie in Ihrer Tätigkeit die berufsgruppenspezifischen Fachkenntnisse anwenden oder auch nur mitverwenden. Grundsätzlich wird in Grenzfällen immer der Einzelfall betrachtet.

Das wissen nur Sie! Deshalb erhalten Sie einen Selbstauskunftsbogen per Post, mit dem Zweck, sich selbst der richtigen Beitragsklasse zuzuordnen. Erst auf Grundlage der ausgefüllten Selbsteinstufung mit entsprechenden Belegen über die Einkünfte (Kopie Lohnsteuerbescheinigung/Einkommensteuerbescheid) wird ein Beitragsbescheid verschickt.

Der Kammerbeitrag wird ab dem 01. Januar 2019 erhoben. Für das Jahr 2018 fallen keine Kammerbeiträge an.

Sie haben zwei Möglichkeiten, Ihren Kammerbeitrag zu begleichen: entweder per Überweisung oder – für Sie bequemer – mit einem SEPA-Lastschriftmandat.

Berechnung des Kammerbeitrages

Der Kammerbeitrag ist abhängig von den Bruttojahreseinkünften aus pflegerischer Tätigkeit. Als Bemessungszeitraum wird immer das vorletzte Jahr herangezogen (für 2019 ist dies also 2017). Ihre Bruttojahreseinkünfte entnehmen Sie Ihrer Lohnsteuerbescheinigung, Ihrem Einkommensteuerbescheid oder Ihren Gehaltsabrechnungen.

Mit Ihren Bruttojahreseinkünften können Sie Ihren individuellen Kammerbeitrag in der Beitragstabelle ablesen.

Tragen Sie Ihre Einkünfte aus pflegerischer Tätigkeit in die entsprechenden Felder auf dem Selbstauskunftsbogen (Nr 1.) ein.

Beachten Sie dabei bitte die unterschiedlichen Einkunftsarten. Anstelle des Einkommensteuerbescheides können Sie auch eine schriftliche Bestätigung Ihrer Steuerberater*in über die Richtigkeit Ihrer Angaben einreichen.

Beispiel eines Einkommensteuerbescheides

Wichtig: Bitte machen Sie alle sonstigen und nicht-relevanten Angaben unkenntlich – bspw. durch Schwärzen.

Ihre Einkünfte aus pflegerischer Tätigkeit finden Sie in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung unter Punkt 3. Ziehen Sie von dieser Summe (Bruttoarbeitslohn) noch Ihre Werbungskosten ab (pauschal 1.000 Euro) und tragen das Ergebnis in den Selbstauskunftsbogen (Nr. 2) ein.

Beispiel einer Lohnsteuerbescheinigung

Wichtig: Bitte machen Sie alle sonstigen und nicht-relevanten Angaben unkenntlich – bspw. durch Schwärzen.

Gehen Sie einer oder mehreren geringfügigen Beschäftigungen nach, legen Sie bitte die letzten Gehaltsabrechnungen 2017 bei (Dezember oder letzter Beschäftigungsmonat). Tragen Sie die gesamten Einkünfte Ihrer Tätigkeiten in den Selbstauskunftsbogen (Nr. 3) ein.

Beispiel einer Gehaltsabrechnung

Wichtig: Bitte machen Sie alle sonstigen und nicht-relevanten Angaben unkenntlich – bspw. durch Schwärzen.

Die Einkünfte des aktuellen Jahres werden erst für die Berechnung des übernächsten Jahres, also 2021, herangezogen.

Elterngeld ist eine Entgeltersatzleistung und fließt nicht in die Berechnung der Bruttojahreseinkünfte ein und hat deshalb keinen Einfluss auf den Kammerbeitrag.

Kindergeld fließt nicht in die Berechnung der Bruttojahreseinkünfte ein und hat deshalb keinen Einfluss auf den Kammerbeitrag.

Rentenersatzleistungen fließen nicht in die Berechnung der Bruttojahreseinkünfte ein und haben deshalb keinen Einfluss auf den Kammerbeitrag.

Sofern Zeitzuschläge, Zulagen und Prämien nicht zu Ihrem steuerpflichtigen Bruttogehalt zählen, werden sie auch bei der Berechnung des Kammerbeitrages nicht herangezogen.

Ja, die Pflegeberufekammer kann nach Antrag und Darlegung einer persönlichen Härtefallsituation eine Minderung des individuellen Kammerbeitrages beschließen. Dabei handelt es sich jedoch immer um eine Einzelfallentscheidung.

Ein Härtefallantrag kann erst nach Erhalt des Beitragsbescheides gestellt werden.

Das Antragsformular für den Härtefall können Sie demnächst hier downloaden.

Mitgliedschaft

Wenn Sie die Berufsbezeichnung Altenpfleger*in, Gesundheits- und Krankenpfleger*in oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in oder eine vergleichbare Berufsbezeichnung führen dürfen und in Schleswig-Holstein in Ihrem Beruf arbeiten, sind Sie Mitglied der Pflegeberufekammer.

Wenn Sie eine Arbeit ausüben für die eine Berufserlaubnis in einem der drei Pflegefachberufe Einstellungsvoraussetzung ist, sind Sie Mitglied der Kammer. Auch sind Sie weiterhin Mitglied, sollten Sie in Ihrer Tätigkeit die berufsgruppenspezifischen Fachkenntnisse anwenden oder auch nur mitverwenden. Grundsätzlich wird in Grenzfällen immer der Einzelfall betrachtet.

Ja, nur durch Ihre Mitteilung erfährt die Pflegeberufekammer, dass Sie nicht mehr in der Pflege tätig sind. Füllen Sie dafür bitte den Abmeldebogen aus und senden Sie diesen mit einer Kopie Ihres Rentenbescheids an die Kammer. Den Abmeldemogen finden Sie hier.

Rechtliches

Nein. Sowohl für die Ausstellung als auch für den Entzug der Berufsurkunde ist in Schleswig- Holstein das Landesamt für soziale Dienste zuständig.

Pflegeberufekammer

Die Pflegeberufekammer ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts mit vom Land übertragenen hoheitlichen
Aufgaben. Sie vertritt die Pflegeberufe in der Gesellschaft und allen politischen Gremien, die den Beruf betreffen. Erstmals organisieren Pflegende den Pflegeberuf und die Art und Weise ihres Handelns selbständig bestimmt! Denn niemand kann das pflegerische Fachwissen und die Erfahrung aus der Praxis so vertreten, wie die Berufsgruppe selbst.

Zur Durchführung der gesetzlichen Selbstverwaltungsaufgaben der Kammer – im Ergebnis also auch für die Interessenvertretung von Pflegenden für Pflegende. Die Vertreter*innen der Kammerversammlung bringen sich jetzt direkt in politische Entscheidungsprozesse ein und bestimmen mit, wie eine „gute“ Pflege auszusehen hat. Dabei werden Sie unterstützt durch die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle.

Die Kammer nimmt hoheitliche Aufgaben des Staates wahr und erstellt eine einheitliche Berufsordnung und verbindliche ethische Regelungen für Pflegefachpersonen. Diese Richtlinien erarbeitet und  verabschiedet die Kammer eigenständig. Davon unberührt gestalten Gewerkschaften mit Vertreter*innen  der Arbeitgeber*innen weiterhin die Tarifverträge aus. Berufsverbände sind freiwillige Zusammenschlüsse von Berufsangehörigen, die nur den berufsfachlichen Anspruch Pflegender repräsentieren.

Eine erfolgreiche Pflegeberufekammer gibt es nur, wenn möglichst viele Mitglieder sich aktiv einbringen. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die Kammerversammlung ist das höchste Entscheidungsgremium, das ebenso wie der Vorstand alle fünf Jahre gewählt wird und die  richtungsweisenden Entscheidung trifft. Für die intensive Diskussion und Bearbeitung von Themen werden Fachausschüsse gebildet.